Darum glaube ich an das Bedingungslose Grundeinkommen – Doch es wird nie kommen!

In diesem Artikel beschäftige ich mich mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen, wieso ich es gut finde, aber glaube das es nie eingeführt werden wird.

Bedingungsloses Grundeinkommen

Jeder der mich kennt, der wird diese Meinung von mir nicht so ganz zu mir einordnen können, doch ich möchte hier einmal meine Gedanken zum bedingungslosen Grundeinkommen niederschreiben – warum halte ich es für gut, glaube aber das es niemals kommen wird.

Ich finde den Gedanken durchaus sympathisch, dass jeder deutsche Bürger eine Grundsicherung erhält, einfach, weil ich durchaus der Meinung bin das wir Menschen, wenn wir uns frei entscheiden könnten, unsere Energie und Arbeitskraft viel effizienter oder kreativer einsetzen könnten.

Wir leben im Zeitalter der Industrialisierung, in einer Zeit, wo Leistung zählt und man versucht jedem die gleichen Möglichkeiten einzuräumen, auch wenn das streckenweise nicht so gut gelingt.

Man kann nun argumentieren: “Albert Einstein hat auch beim Patentamt gearbeitet und was geleistet!”, und das stimmt! Aber wäre heutzutage noch ein Leben als Philosoph oder Maler möglich, also außer das man “Stoff für die Massen” produziert?

Gerade im Bereich der Philosophie geht es ja auch oft um Gedankenspiele und wer sagt eigentlich das nur Abiturienten oder Studierte in der Lage sind sich sinnvolle Gedanken zu einem Thema zu machen?

Die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens wäre gar nicht mal so teuer und würde auch noch der Wirtschaft helfen. Wieso ich der Meinung bin? Der komplette Verwaltungsapparat der Bundesagentur für Arbeit würde wegfallen und die Angestellten dort bräuchten sich nicht mehr mit Menschen rumschlagen, die sie eigentlich gar nicht leiden können.

Zusätzlich könnte jeder mit einem bedingungslosen Grundeinkommen sich auf seine eigenen Interessen konzentrieren und sei es eine Tasche aus Sand stricken, vielleicht gibt es dafür ja einen Markt und warum sollte man nicht versuchen können seine Träume zu verwirklichen?

An dieser Stelle muss man dann aber auch sagen, es wird sehr schwer werden sowas in Deutschland einzuführen, eine Gesellschaft die seit fast einem Jahrhundert darauf getrimmt wurde eine Leistungsgesellschaft zu sein – in den Herzen der Bürger würde ein Ungerechtigkeitsgefühl entstehen, ob begründet oder nicht spielt dabei ja keinerlei Rolle.

Wenn man es dann aber gegenrechnet, dann ist das geforderte bedingungslose Grundeinkommen eigentlich die gleiche Höhe vom Arbeitslosengeld II, also Hartz 4 (deswegen würde dann auch der Verwaltungsapparat wegfallen).

Durch eine Einführung würde der Staat Druck auf die Arbeitgeber ausüben verschiedene Tätigkeiten angemessen zu entlohnen. Darüber würden sich jetzt wahrscheinlich nur die wenigstens Arbeitgeber freuen.

Wenn man den Gedanken dann weiterspielt, wäre das dann nicht eigentlich die wirkliche Leistungsgesellschaft? Wo sowohl Arbeitnehmer, als auch Arbeitgeber etwas leisten müssen und man nicht nur den Arbeitnehmer als nicht-namentlich-bekannte Arbeitsressource verbraucht?