Ein Bild geht um die Welt, alle meinen: So nicht und drehen sich um!

Aktuell geht wieder ein Bild von einem Kind aus Syrien um die Welt, es findet Beachtung, aber mehr auch nicht. Dazu hier einmal meine Gedanken!

Manchmal stört mich diese ganze scheinheilige Debatte um Kriegsflüchtlinge. Ja, denen muss geholfen werden und es ist eine Schande das wir als europäische Länder, denen die christlichen Werte doch so viel wert sind, genau diese hilfsbedürftigen Menschen im Stich lassen.

Es sind immer die einzelnen Schicksale die bewegen: ein totes, angespültes Kind, ein getätscheltes Mädchen oder ein weinender, mit Blut beschmierter Junge. Doch diese Bilder sind für diese Menschen dort Alltag, genau vor sowas fliehen die und nicht weil es “mal” ist, sondern weil wir hier passiv Menschenrechtsverletzungen in unzähligen Fällen tolerieren!

Nein, wir finden das aber gar nicht gut!

Ach Nein? Dann macht was! Geht auf die Straße und nutzt euer Demonstrationsrecht dafür das unsere Regierung einlenkt, keine Waffen mehr in arabische Länder zu verkaufen und nicht über populistische Themen wie Obergrenzen zu streiten.

Glaubt wirklich einer die bleiben bei einem Zaun stehen? Wenn wir das wollen, dann muss jedem klar sein das wir damit auch auf Flüchtlinge schießen wollen – wer um sein Leben rennt, der wird es versuchen – da nutzen auch keine verteilten Flyer irgendwas.

Ja, aber unseren Kindern geht es auch nicht gut!

Ja, einige der Kinder in Deutschland leben an einem “Existenzminimum”, gemessen am deutschen Standard. Das 80 % der Weltbevölkerung unter diesem Existenzminimum vor sich hinvegetiert kann man natürlich ignorieren, Hauptsache das eigene Kind kriegt Wurst aufs Brot.

Und hier breche ich mal eine Lanze für die Bürokratie: Für jedes Kind wird Kindergeld ausgezahlt, für Kleidung, Nahrung und die Grundbedürfnisse. Seit wann ist der Staat dafür verantwortlich das dieses Geld nicht immer für die Bedürfnisse der Kinder eingesetzt wird? Ja, es ist nicht schön wenn Eltern die Kohle durchsaufen, das hat aber nichts damit zu tun das es Kindern in Deutschland schlecht ginge.

Selbst wenn wir 4 Millionen Flüchtlinge in Deutschland aufnehmen würden, wer müsste denn da wirklich auf etwas verzichten? Wir reden hier von unter 2 % der deutschen Bevölkerung, aber Hauptsache man kauft sich selber jedes Jahr ein schönes, neues Auto.

Die europäischen Länder schmeißen übrigens 40 % ihrer Nahrungsproduktion weg. Alleine mit diesem Ausschuss könnte man den Welthunger stoppen, nur müsste man das dann auch wirklich wollen.

Wird sich etwas ändern?

Ich glaube keiner von uns kann sich wirklich vorstellen was dort vor Ort passiert und welche Grausamkeiten dort geschehen und wir sitzen hier im “warmen und bequemen” und finden das Elend so aus der Entfernung schon ganz schön blöd, aber nicht relevant genug um auch nur irgendwas im Ansatz zu ändern.

So lange wir Angst haben das uns irgendwer was wegnimmt, werden wir uns als Europa abschotten und die Konsequenz daraus ist: Ertrinkende Kinder, zerbombte Krankenhäuser und durch unterlassene Hilfeleistung für Schutzbedürftige könnte man ja fast wetten aus welcher Richtung die nächste Terrorgruppierung kommt.